Häufig bekommen wir von Privathaushalten in Recklinghausen und Umgebung die Frage, wie man am einfachsten das WLAN Netz einrichtet. Klar, da wir Firmenservice für Netzwerk in diesem Bereich machen, ergeben sich häufig solche Fragen auch für das private Netzwerk, die wir heute einmal offiziell zusammenfassen möchten.
Die Zentrale im Haus
Häufig haben Häuser mehrere Etagen und eben nur einen DSL oder Glasfaser Anschluss. Dieser ist auch sehr häufig am Hausübergabepunkt im Keller. Nur bei Mehrfamilienhäusern wurden diese Anschlüsse auch in die Etagen gebracht.
Tipp: Nach Möglichkeit die Zentrale nicht in den Keller stellen.
Der Keller ist aber für eine WLAN Zentrale so ziemlich der ungünstigste Platz, da zum Erdgeschoss häufig die dicksten Decken verarbeitet wurden und diese ein Hindernis für das kabellose Netzwerk darstellen. Häufig liegen gerade doch noch im Altbau 2 Kupferleitungen vom Hausübergabepunkt in die Etagen. Nutze diese Verlängerungen auf eine obere Etage und schließt dort z.B. die Fritzbox an. Meistens sind die Kabel gut genug für VDSL. Um das zu testen – und falls bisher die Leitungen gut waren kannst du dich in deine Fritzbox einloggen und einmal unter Internet -> DSL-Informationen die Störabstandsmarge und nicht behebbare Fehler ansehen. Dieser sollte über 6 liegen und eigentlich sollten keine Fehler zu sehen sein.

Auch zeigt dir die DSL Seite die Fehler an und korrigierte DTU pro Minute. Wenn es häufiger zu Ausfällen kommt, nachdem du die Fritzbox an einen anderen Anschluss gesteckt hast, so vergleiche die Fehler. Das mehr wird dann durch die Verlängerung aus dem Keller kommen und man sollte eine andere Lösung suchen.
Hast du einen Glasfaser-Anschluss, der im Keller landet, wirst du zumindest im Altbau kein Glasfaser-Kabel haben, das du in die Etagen verlängern kannst. Hier sollte man überlegen, ob du einen Schacht oder alten Kamin hast, durch den ein Kabel zu legen ist. Kabel sind grundsätzlich die beste Lösung.
Wenn das aber nicht möglich ist, haben wir mit den Fritzbox Routern und Access Points der neuen Generation sehr sehr gute Erfahrungen gemacht.
Während früher häufig das WLAN durch die Kellerdecken komplett abgeschirmt war, sind die WLANs mit WLAN6 soweit verbessert, dass wir bislang nicht von Problemen berichten können.
Tipp 2: Erstelle ein Mesh Netzwerk
Egal ob also eine Fritzbox mit DSL oder Glasfaser im Keller – Wenn diese über Wifi6 WLAN verfügt, solltest du zumindest auf der höheren Etage ein WLAN etablieren können. Im Erdgeschoss schließt du dann eine weitere Fritzbox oder einen FritzRepeater an. Es ist egal, ob nur ein Repeater oder gleich eine ganze Box – alle aktuellen Fritzboxen unterstützen das Mesh Netzwerk. Um gute und schnelle Verbindungen zu haben, nutze aber bitte wirklich Wifi6-kompatible Repeater und Fritzboxen!
Was ist ein Mesh Netzwerk?
Manchmal ist ein WLAN-Netz allein für eine Wohnung nicht stark genug. In einigen Zimmern wird es langsamer oder hat Aussetzer. Mesh macht Folgendes: Mehrere verteilte Geräte erzeugen mehrere WLAN-Netze und fassen sie zu einem einzigen Netz zusammen – wie Maschen (engl.: mesh).
Das gesamte WLAN hat praktischerweise nur noch einen Namen und ein Passwort. Mit Mesh genießt du also ganz einfach Höchstgeschwindigkeit beim Surfen, Video oder Gaming – nahtlos bis in den letzten Winkel jedes Zimmers.

Das hört sich einfach an, aber z.B. hat die Fritzbox dafür einige Techniken, damit es reibungslos funktioniert:
WLAN Mesh Steering
Lenkt WLAN-Geräte automatisch zum WLAN-Zugangspunkt mit dem besten Empfang und auf das leistungsstärkste Frequenzband
Beamforming
Die Antennen senden genau in die Richtung der Endgeräte – für noch mehr Reichweite und Geschwindigkeit.
Cross Band Repeating
Nutzt bei FRITZ!Repeatern stets das WLAN-Band mit der schnellsten Verbindung.
Das alles führt dazu, dass wir sehr gute Erfahrungen mit einem Mesh Netzwerk gemacht haben. Häufig benötigen Kunden so nicht einmal mehr Powerline Module. Auch diese kann man natürlich kombinieren, sofern die Stromkreisläufe voneinander getrennt sind.
Solltest auch du in unserem Vor-Ort-Bereich sein, kannst du uns gerne anfragen. Wir unterstützen auch Privathaushalte bei der Einrichtung von WLAN Netzwerken, oder wenn es nur darum geht einen TV ins Netz zu nehmen. Bei der Hardware setzen wir in diesem Fall auf AVM Fritzboxen.
